Dass auf dem Personalmarkt – gerade für Führungs- und Expertenpositionen – mittlerweile die Macht auf die Seite der Bewerber gewandert ist, spüren viele Unternehmen. Umso wichtiger wird die Frage, wie man die Fluktuation der besten Leute verhindern und Talente im Unternehmen halten und fördern kann. Gerade in mittelständischen Unternehmen, die nicht mit großen Aufstiegsmöglichkeiten winken können, ist dies nicht leicht lösbar.

In einem meiner Kundenunternehmen wurde unter Beteiligung der Führungsmannschaft ein unkonventionelles Talentprogramm entwickelt, das es einer Auslese von 6 Talenten aus je einer Abteilung ermöglicht, die gesamte Wertschöpfungskette des Unternehmens anhand von “Cases” zu erleben und zu durchdenken. Die Cases, die vom Talent-Team zu bearbeiten sind, werden aus tatsächlichen Praxisfragestellungen der Abteilungen entwickelt, vom Team in einem Zeitraum von ca. 4 Wochen ausgearbeitet und dann vor den Führungskräften präsentiert. Im Rahmen dieser Ausarbeitung findet viel Kontakt mit Kollegen aus der fallgebenden Abteilung statt, so dass die “Talente” am Ende des Programm viel stärker in das Unternehmen hinein vernetzt sind. Zusätzlich werden zwei kleine Seminarbausteine zu Kommunikation und Persönlichkeitsentwicklung, zwei Exkursionen zu Wertschöpfungspartnern  sowie ein Abschluß-Event als “Belohnung” angeboten.

Das Fazit der bisherigen zwei Talent-Jahrgänge: “Es hat sich auf jeden Fall gelohnt! Man schaut jetzt mit einem anderen Verständnis auf die Arbeit der Kollegen in anderen Abteilungen und kann besser im Sinne der gesamten Wertschöpfungskette mitdenken. Man fühlt sich vom Unternehmen wertgeschätzt, wird durch die Case-Präsentationen im Führungsteam sichtbar und empfiehlt sich damit für übergreifende Projekte.”

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